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23 Millionen Kunden nutzen Daimler Mobility Services

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Mobility Services sind das große Wachstumsfeld für die OEMs, die aufgefordert sind, sich mit Mobilitätsangebot gegen die Innovatoren wie Tesla, E.Go, Streetscooter oder auch Microlino zur Wehr zu setzen. So auch für Daimler Tochter Financial Services. Jene ist mit diesen neuen Mobilitätsdienstleistungen inzwischen sehr erfolgreich und vor allem global unterwegs.

Stand Mai 2018 zählten die jeweiligen Konzerntöchter wie car2go, moovel und mytaxi insgesamt 22,9 Millionen Kunden. Das entspricht einem Plus von 88% binnen Jahresfrist. Ähnlich wie die deutschen Wettbewerber BMW, VW, Audi oder Porsche investieren die Stuttgarter massiv in diverse Mobility Geschäftsfelder.

Mytaxi überzeugt mit 116% Wachstum

Das stärkste Wachstum verzeichnet im Vorjahresvergleich mytaxi mit 116%. Derzeit nutzen 14,9 Millionen Kunden die Taxi App. Das ehemalige Startup war vor wenigen Jahren in Berlin akquiriert worden. Die Mobilitätsplattform moovel wächst im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 74% (4,8 Millionen Kunden). car2go als deutscher Marktführer im free-floating Carsharing zählte Ende Mai 2018 rund 3,2 Millionen Kunden weltweit. Das ist ein Plus von 25% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt nutzen in über 100 Städten in Europa, China, Nord- und Südamerika Kunden die Daimler Mobility Services.

Anteilseigner bei FlixBus und taxify

Neue Entwicklungen gibt es seit dem Mai aufgrund eines Investments von Daimler Financial Services in Estland. Dort hat man sich über eine Finanzierungsrunde am Fahrdienstvermittler taxify beteiligt. Das estländische Unternehmen ist heute bereits in 20 Ländern und über 25 Städten aktiv. Neben dem Shuttle-Service Via, dem Limousinenfahrservice Blacklane oder etwa der amerikanisch-kanadischen peer-to-peer Carsharing-Plattform Turo ergänzt es das Mobilitätsangebot.

Darüber hinaus ist Daimler Financial Services auch bereits seit 2013 einer der Anteilseigner bei Flixmobility, dem Mobilitätsanbieter der Marken FlixBus und FlixTrain. Der europäische Marktführer für Fernbusreisen expandiert derzeit sein Angebot in den USA unter der Marke FlixBus. Der dortige Fernbusmarkt gilt als ‚altbacken’. So wie das Münchner Startup den europäischen Markt angegangen ist, ist damit zu rechnen, dass es in den USA zügig bergauf gehen wird. Der amerikanische Platzhirsch Greyhound reagiert auf alle Fälle bereits verschnupft.

E-Mobilität: neue E-Smarts bei car2go

car2go ist mit 3,2 Millionen Kunden Marktführer und Vorreiter des free-floating Carsharing. In den Metropolen Madrid, Amsterdam und Stuttgart bietet car2go reine Elektroflotten an. So nun auch in Stuttgart. Seit Juni beginnt mit dem smart EQ Fortwo die Umstellung auf eine auf elektrischen Antrieb ausgerichtet Fahrzeugflotte. Die neuen E-smarts können innerhalb von 45 Minuten vollständig aufgeladen werden. Dies soll vor allem die Standzeit an Ladesäulen verkürzen und die Verfügbarkeit deutlich erhöhen. Insgesamt sind derzeit ca. 10% der weltweit 14.000 car2go Fahrzeuge elektrisch unterwegs. Durchschnittlich alle neun Sekunden wird ein Elektrofahrzeug angemietet.

Der Ausbau der Elektroflotte wird von Daimler konsequent vorangetrieben. Letztlich ermöglicht das auch die Aufnahme weiterer Städte in den Betrieb. So hat car2go kürzlich bekannt gegeben, mit Chicago den siebten nordamerikanischen Standort zu eröffnen. Ab dem 25. Juli 2018 werden dort 400 car2go Fahrzeuge zur spontanen Anmietung zur Verfügung stehen. Jedes Carsharing-Fahrzeug von car2go ersetzt im städtischen Verkehrsfluss mehrere private Pkws und erhöht so die Lebensqualität.

moovel Group: Partner von Städten und Verkehrsunternehmen

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Positionierung von moovel. Jüngst wurde bekannt gegeben, dass der neue Dienst der Stuttgarter Straßenbahnen AG „SSB Flex“ auf der moovel on-demand Technologie für das Ridesharing basiert.

Moovel ist es also gelungen, sich als Mobility Service-Leister für Nahverkehrsanbieter zu positionieren. Jene nutzen die Software zum Betrieb eigener modularer Mobilityservices.

Der Algorithmus der moovel on-demand Plattform bündelt die Fahrtanfragen der Nutzer („Pooling“) und ermöglicht das Teilen von Fahrten („Ridesharing“). Mit der App können die Autos und Kleinbusse bestellt und bezahlt werden. Nach der Buchung wird gezeigt, wo und wann das Fahrzeug den Kunden einsammelt. SSB Flex ist bundesweit der erste Service für App-basierte Sammelfahrten, der mit einer Liniengenehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz betrieben wird.

Mit der multimodalen Mobilitätsplattform ermöglicht moovel Städten und Verkehrsunternehmen die Einbindung verschiedener Mobilitätsanbieter. Über die Mobilitäts-App als Schnittstelle der Städte und Verkehrsunternehmen zu den Endkunden, können ÖPNV-Tickets gebucht und bezahlt werden sowie weitere Dienste wie bspw. Carsharing oder Taxifahrten. Das hilft wiederum den Städten und Verkehrsunternehmen dabei, Mobilität effizienter zu gestalten und den Nahverkehr attraktiver zu machen.

Die neuen Mobility Services gehören für die Daimler Strategen zum elementaren Bestandteil eines vernetzten und integrierten Angebotes der Zukunft. Zu den Gewinnern bei Themen der Future Mobility werden diejenigen gehören, die dieses integrierte und modulare Angebot beherrschen und Daimler scheint diesbezüglich auf einem guten Weg zu sein.

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