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Startup MotionTag und BVG testen Bewegungsdaten per App

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Unter dem Slogan ‚Jetzt mal Bewegung‘ starten die Berliner Verkehrsbetriebe BVG und das Potsdamer Startup MotionTag ein Projekt. Beide Projektpartner verfolgen das Ziel, die Mobilität in der Hauptstadt intelligenter zu gestalten. Voraussetzung für die Veränderungen ist ein detailliertes Verständnis wie das BVG Mobilitätsangebot aktuell genutzt wird. Von bis zu 500 freiwilligen Testpersonen sollen daher vier Wochen lang, anonymisiert exakte Daten zum tatsächlichen Mobilitätsverhalten aufgezeichnet und ausgewertet werden.

Wie funktionierts?

Die beiden Mobility Spezialisten haben eine BVG-MOTION App geschaffen, die für iOS und Android Geräte verfügbar ist. Diese App wird aus dem jeweiligen Store herunter geladen. Mit einer Teilnahme an der Erhebung werden dann die Nutzerdaten gespeichert und Sensordaten bei der Nutzung in der Stadt aufgezeichnet. Die Projektpartner erhalten somit Aufschluss über räumliche Koordinaten, Zeitpunkte und Bewegungszustände der Nutzer. Die durch BVG-MOTION erhobenen Daten dienen als Basis, um die zukünftigen Mobilitätsangebote auf die individuellen Bedürfnisse der Berliner anzupassen.

Wann werden diese Daten erhoben?

Sobald die Anmeldung in der App erfolgt ist, werden Datenpunkte erhoben. Die Datenpunkte beinhalten räumliche Koordinaten, Zeitpunkte und Bewegungszustände. Mit Hilfe dieser Datenpunkte können Etappen mit verschieden Verkehrsmitteln, deren Dauer und Länge berechnet werden. Wird die App über einen längeren Zeitraum genutzt, können mehrtägige Bewegungsprofile abgebildet werden.

Das Startup MotionTag aus Potsdam

Die BVG hat sich für diese Datensammlung und -analyse mit einem Startup aus Potsdam zusammen getan. MotionTag wurde im Oktober 2015 von CEO Stephan Leppler und dem früheren CTO Florian Stock in Berlin gegründet. Das Mobility Startup treibt den Wandel der Mobilität durch Analysen von Informationen und Anwendungen neuer Technologien voran.

In diesem Projekt mit der BVG kann durch die Auswertung der Smartphone-Sensordaten automatisch erkannt werden wann, wo, womit und warum Personen sich fortbewegen. Durch die generierten Daten werden Optimierungen aufgezeigt und eine Grundlage für zukunftsorientierte Verkehrsplanung in Berlin geschafft. MotionTag verfolgt letztlich gemeinsam mit der BVG das Ziel deren Transportsysteme nutzerzentrierter zu gestalten.

Was zunächst ein wenig nach Überwachung ausschaut, hat im Kern einen wirklich wichtigen Nutzen: die Datensammlung über unser Verhalten in den Städten beinhaltet eine wichtige Basis für Mobilitätsanbieter.

Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit in den Städten brauchen wir Daten über das Verhalten der Nutzer. Erst mit Hilfe dieser Daten lassen sich integrierte, multimodale Verkehrsinfrastrukturen schaffen, die uns helfen dem Verkehrsinfarkt vorzubeugen. Eine bessere Abstimmung dieser Mobilitätsangebote führt letztlich zu einer nachhaltigeren, schnelleren und umweltfreundlicheren Mobility-Versorgung. Jeder der in Berlin einmal von Charlottenburg nach Marzahn oder von Zehlendorf nach Pankow gereist ist, wird für ein solches Angebot dankbar sein.

Hier geht es zum App Download und weiteren Informationen zu diesem Service. Auf geht’s Berlinerinnen und Berliner: unterstützt den lokalen Verkehrsanbieter. Mit seinen mehr als 1 Milliarde Fahrgästen im Jahr 2017 ist die Datenbasis groß genug und kann eine wichtige Rolle für die zukünftige Mobilität in der Hauptstadt spielen.

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I am interested in solutions for the challenges we face in urban mobility. With 75% of our population forecast to live in urban centres by 2050, we need smart mobility and logistics innovations to survive. Our platform aims to communicate about these global innovations in smart cities around the globe.

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